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Bundesverband führt den Titel Erlebnispädagoge be® ein

Mit der Einführung des Titels Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® setzt der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Professionalisierung der Erlebnispädagogik.

„Ich bin Erlebnispädagoge be“ – Diesen Satz wird man künftig immer häufiger hören, wenn man einen Trainer oder eine Trainerin für ein erlebnispädagogisches Programm sucht und nach den Qualifikationen fragt.

Mit der Einführung des Titels Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® setzt der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Professionalisierung der Erlebnispädagogik.

Künftig können Personen über ein Anerkennungsverfahren den Titel erwerben. Dafür müssen verschiedene Qualifikationen und Abschlüsse nachgewiesen werden. Neben einer pädagogischen und grundlegenden erlebnispädagogischen Ausbildung sind umfassende Erfahrungen in der erlebnispädagogischen Praxis, zusätzliche Fort- und Weiterbildungen sowie eine stete Reflexion der eigenen Arbeit erforderlich.

Eine grundlegende Ausbildung in der Erlebnispädagogik kann bei verschiedenen Anbietern, Universitäten, Hochschulen oder Instituten absolviert werden. Dabei sind die Ausbildungen teils sehr unterschiedlich. „Die Vielfalt der Ausbildungen in der Erlebnispädagogik an sich begrüßen wir“, sagt Holger Seidel, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes, „Gleichzeitig muss ein Anspruch an Qualität bestehen, denn mit der Ausbildung wird der Grundstein für qualifizierte Trainer*innen gelegt.“ Der Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® setzt oberhalb der grundlegenden erlebnispädagogischen Ausbildung an. Durch einheitliche Anforderungen an die Qualifikationen wird ein hohes Maß an erlebnispädagogischer Professionalität eingefordert, somit kann Qualität gesichert werden. Vor allem Trainer*innen die hauptberuflich im Bereich Erlebnispädagogik tätig sind, können künftig mit dem Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® zeigen, dass sie neben einer hochwertigen grundlegenden erlebnispädagogischen Ausbildung weitere Qualifikationen erlangt haben, um eine professionelle Arbeit in der Erlebnispädagogik zu leisten.

„Wir erwarten einen großen Ansturm für den Titel in den kommenden Wochen“, meint Katja Rothmeier, Geschäftsführerin des Bundesverbandes, und ergänzt, dass bereits in den letzten Wochen, vor dem offiziellen Beginn des Verfahrens, die Nachfrage und das Interesse in der Fachwelt merklich angestiegen sind.

Über zwei Jahre hat der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. mit seinen Mitgliedern aus dem Fachbereich „Aus- und Weiterbildung“ sowie Kolleg*innen des ‚Hochschulforums Erlebnispädagogik‘ am Titel, den erforderlichen Qualifikationen und dem Anerkennungsverfahren gearbeitet. Durch eine interne Pilotphase konnten Anfang des Jahres 2018 dann erste Erfahrungen in der Durchführung des Anerkennungsverfahrens gemacht werden. So gibt es heute schon die ersten 19 Erlebnispädagog*innen be®. Mit der offiziellen Einführung des Titels können sich nun alle Interessent*innen für den Titel anmelden.

Die benötigten Anforderungen sind im „Anerkennungsverfahren zum Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be®“ nachzulesen. Mittels eines Vertrages meldet sich ein*e Bewerber*in für das Anerkennungsverfahren an. Gleichzeitig reicht er*sie alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise ein. Eine Checkliste bietet hierfür eine Unterstützung an. Nach Einreichung der vollständigen Unterlagen werden diese, von dafür geschulten Prüfer*innen gesichtet und bewertet. Wenn die eingereichten Nachweise den Anforderungen des Anerkennungsverfahrens entsprechen, vergibt der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik den Titel Erlebnispädagoge be® bzw. Erlebnispädagogin be®.

Der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. ist deutschlandweit der Fachverband für handlungsorientiertes Lernen. Er setzt sich seit Jahren für die Weiterentwicklung und Verbreitung von Erlebnispädagogik ein. Dabei bilden Qualität und Professionalisierung stete Querschnittsthemen. Mit der Formulierung von Qualitätsgrundlagen und Standards, dem Berufsbild Erlebnispädagog*in sowie der Zertifizierung „beQ“ hat der Bundesverband bereits wesentliche Qualitätsinstrumente geschaffen. Der Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® ist nun ein logischer weiterer Schritt auf dem Weg zur Professionalisierung der Erlebnispädagogik. 

15.5.18