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Neue Arbeitshilfe: Internationale Jugendarbeit kooperiert mit Unternehmen

Eine neue Arbeitshilfe des Netzwerks Kommune goes International gibt Kommunen und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe einen Einblick in das Thema Unternehmenskooperationen. Zwei Partner aus dem gewerblichen und dem Non-Profit-Bereich begegnen sich dabei auf Augenhöhe und tun gemeinsam etwas für das Gemeinwohl. Geld spielt – wenn man es richtig macht – bei sozialen Kooperationen nur eine untergeordnete Rolle.

Mit einer neuen Arbeitshilfe unterstützt IJAB die kommunale Verwaltung und Träger der Kinder- und Jugendhilfe dabei, für Projekte der Internationalen Jugendarbeit auf Unternehmen zuzugehen und gemeinsam mit ihnen Angebote für junge Menschen zu entwickeln. Ziel dieser Publikation ist es, Fachkräften der Internationalen Jugendarbeit einen ersten Einblick in Kooperationen mit Unternehmen sowie hilfreiche Tipps für Ihre ersten eigenen Schritte zu geben. 

Neben einem Blick auf das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmer/-innen in Deutschland werden verschiedene Engagementsformen von Unternehmen erläutert und Begriffe erklärt. Das Herzstück der Arbeitshilfe stellt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Initiierung von Kooperationen dar. Des Weiteren werden die verschiedenen Kooperationsformate Marktplatz, Nachtschicht sowie Lokaler Aktionstag vorgestellt und anhand von Good-Practice-Beispielen zwei erfolgreiche Kooperationen in Wiesbaden und Sinzig präsentiert.

Warum aber können soziale Kooperationen langfristig gesehen für die Internationale Jugendarbeit überhaupt sinnvoll sein? Für Fachkräfte in kommunalen Verwaltungen und bei Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sind Kooperationen mit Unternehmen aus verschiedenen Gründen interessant: Zum  einen können sie neue Ressourcen generieren, zum Beispiel in Form von Sachmitteln, Knowhow, Kontakten, Logistik oder Geld. Zum anderen können sie große Bereicherungen für ein Projekt – etwa bei der Umsetzung oder Programmgestaltung – darstellen oder neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen, beispielsweise durch neue Kontakte oder Platzierung einer jugendpolitischen Botschaft. Unternehmenskooperationen können durch zusätzliches Knowhow und Entwicklungsmöglichkeiten für das Personal zur Weiterentwicklung der eigenen Organisation beitragen und zu guter Letzt können dadurch auch positive Impulse für die Region gesetzt werden.

Bevor jedoch Unternehmenskooperationen in internationalen Jugendprojekten initiiert werden können, bietet es sich an, zunächst lokale Projekte durchzuführen. Soziale Kooperationen sollten zuerst in einem überschaubaren Rahmen getestet werden. Es müssen Kontakte aufgebaut und Erfahrungen gesammelt werden. In einem nächsten Schritt – und vielleicht erst Jahre später mit einem starken Netzwerk aus dem Profit- und Non-Profit-Bereich – lassen sich dann auch internationale Projekte in Kooperation mit der Wirtschaft durchführen. Von Anfang an sollte deshalb klar sein: Unternehmenskooperationen sind ein langer Weg, der viel Taktgefühl, Kommunikationstalent und Kooperationswillen abverlangt. Langfristiges Denken, Empathie, aber auch Offenheit und Freude an etwas Neuem sind wichtige Grundvoraussetzungen. Nichtsdestotrotz zahlen sich Kooperationen vielfach aus und können Projekte der Internationalen Jugendarbeit bereichern. 

Die Arbeitshilfe "Internationale Jugendarbeit kooperiert mit Unternehmen" kann bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. 

4.1.18