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15. Kinder- und Jugendbericht vorgestellt

Der 15. Kinder- und Jugendbericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener und untersucht die Rahmenbedingungen für ihr Aufwachsen.

Caren Marks und Prof. Thomas Rauschenbach (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern der Jugendpresse Deutschland© BMFSFJ

Am 1. Februar hat das Bundeskabinett die Stellungnahme zum 15. Kinder- und Jugendbericht beschlossen. Eine unabhängige Sachverständigenkommission hatte den Bericht mit dem Titel "Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter" im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.

Der Bericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener. Er untersucht die Rahmenbedingungen des Aufwachsens sowie Einflüsse von Digitalisierung, demografischer Entwicklung und Globalisierung und analysiert alterstypische Problemlagen. Außerdem sind erstmals auch Sichtweisen junger Menschen unmittelbar in den Bericht eingeflossen.

Der Jugendbericht steht unter dem Leitmotiv "Jugend ermöglichen". Damit ist gemeint, dass Politik und Gesellschaft Bedingungen schaffen, unter denen Jugendliche und junge Erwachsene die Herausforderungen meistern können, die mit der Lebensphase Jugend verbunden sind. Für sie alle geht es darum, eine allgemeinbildende, soziale und berufliche Handlungsfähigkeit zu entwickeln (Qualifizierung), Verantwortung für sich selbst zu übernehmen (Verselbstständigung) sowie eine persönliche Balance zwischen der eigenen Freiheit und der sozialen Zugehörigkeit zu finden (Selbstpositionierung).

Das Jugend- und junge Erwachsenenalter ist eine eigenständige Lebensphase mit besonderen Herausforderungen – deshalb bedarf es nach Auffassung der Bundesregierung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Diese Politik orientiert sich an zwei Maßstäben: an den Interessen und Bedürfnissen der Jugend selbst und am Zusammenwirken vieler Akteurinnen und Akteure für eine jugendgerechte Gesellschaft

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks, erklärte:

    "Der Bericht bestätigt unser Verständnis von Jugendpolitik als eigenständige Lebensphasenpolitik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Politisches und gesellschaftliches Handeln muss als Querschnittsaufgabe begriffen werden, zu der alle Politikfelder ihren Beitrag zu leisten haben."

Prof. Thomas Rauschenbach, Vorsitzender der zwölfköpfigen Sachverständigenkommission und Leiter des Deutschen Jugendinstituts, unterstrich die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Jugendlichen und jungen Erwachsenen:

    "Jugend wird meist als individuelle Aufgabe betrachtet: Jeder Jugendliche muss sein Aufwachsen eigenständig bewältigen. Der 15. Kinder- und Jugendbericht weist darauf hin, dass diese Sichtweise zu kurz greift. Denn es gibt einen gesellschaftlichen Rahmen, innerhalb dessen Jugendliche aufwachsen. Den sollten wir genauer betrachten und möglicherweise auch verändern. Das ist eine Aufgabe für die Politik, für die Kinder- und Jugendhilfe, für Bildungseinrichtungen und viele andere."

Neue Broschüre "Jugend ermöglichen" vorgestellt

Caren Marks und Prof. Thomas Rauschenbach stellten am 1. Februar auch die neue Broschüre "Jugend ermöglichen!" im Bundesjugendministerium vor, die im Zusammenhang mit dem Kinder- und Jugendbericht erstellt wurde.

Mit der ergänzenden Jugendbroschüre zum Bericht möchte das Bundesjugendministerium dazu beitragen, dass nicht nur die Fachwelt über den 15. Kinder- und Jugendbericht und über Anforderungen an eine jugendgerechte Politik und Gesellschaft diskutiert. Angesprochen werden sollen alle Interessierten, insbesondere aber die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um die es im Bericht geht.

Erstellt wurde die Broschüre durch ein zehnköpfiges junges Redaktionsteam der Jugendpresse Deutschland. Die Jugendbroschüre ist jedoch keine Zusammenfassung des gesamten Berichts, sondern eine verständliche Aufbereitung von zentralen Themen - und zwar solchen, zu denen sich junge Menschen selbst immer wieder einbringen: Was sie verbindet und was sie trennt, welche Beziehungen sie zu Gleichaltrigen haben, wie sie sich beteiligen und welche (Frei-)Räume sie beanspruchen. Die Jugendbroschüre liefert dazu wichtige Erkenntnisse. Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser Wissenswertes zu jugendlichen Grenzgängen zwischen Online- und Offline-Welten, zum Verhältnis von Jugendlichen zu Ganztagsschulen oder darüber, was es bedeutet, in einer globalisierten Welt jung zu sein.

15.2.17